AGB & Impressum
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für Datenrettung
- Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Dienstleistungsverträge zwischen XDatenrettung, Inhaber Vlad Dluzewski, Danzigerstr. 78A, 10405 Berlin (nachfolgend „Dienstleister"), und dem Auftraggeber (nachfolgend „Kunde").
- Die AGB gelten sowohl gegenüber Verbrauchern (§ 13 BGB) als auch gegenüber Unternehmern (§ 14 BGB), sofern nicht im Einzelnen eine Differenzierung vorgenommen wird.
- Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Abweichende oder diesen AGB entgegenstehende Geschäftsbedingungen des Kunden finden keine Anwendung, auch dann nicht, wenn der Dienstleister diesen nicht ausdrücklich widersprochen hat.
- Es gelten die AGB in ihrer zum Zeitpunkt der Auftragserteilung gültigen Fassung.
- Der Dienstleister erbringt Dienstleistungen im Bereich der Datenrettung, Diagnose und Analyse von Speichermedien (Festplatten, SSDs, RAID-Systemen, USB-Speichern, Speicherkarten u. ä.).
- Die Dienstleistung umfasst den fachgerechten Versuch der Datenwiederherstellung. Es wird ein Dienstvertrag im Sinne der §§ 611 ff. BGB geschlossen. Ein bestimmter Erfolg der Datenwiederherstellung ist ausdrücklich nicht geschuldet.
- Die vertraglich vereinbarte Leistung beschränkt sich auf den Versuch der Datenwiederherstellung vom angegebenen Datenträger. Nicht eingeschlossen sind die Wiederherstellung oder Installation von Betriebssystemen, Programmen oder Datenbanken sowie deren Konfiguration.
- Leistungen, die über den vereinbarten Umfang hinausgehen, bedürfen einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung und werden gesondert berechnet.
- Der Dienstleister ist berechtigt, für die Durchführung der Arbeiten geeignete Subunternehmer einzusetzen, ohne dass dies einer gesonderten Zustimmung des Kunden bedarf, soweit die Vertraulichkeit der Daten gewahrt bleibt.
- Der Vertrag kommt durch Erteilung eines schriftlichen oder elektronischen Auftrags durch den Kunden und dessen Annahme durch den Dienstleister zustande. Für das Zustandekommen des Vertrages genügt die Textform (§ 126b BGB); Erklärungen per E-Mail oder Telefax sind ausreichend.
- Bei persönlicher Abgabe des Datenträgers in den Geschäftsräumen des Dienstleisters kommt der Vertrag mit Übergabe des Datenträgers und Ausstellung einer Auftragsbestätigung zustande.
- Bei postalischer Einsendung kommt der Vertrag frühestens mit Eingang des Datenträgers beim Dienstleister zustande.
- Der Dienstleister ist berechtigt, die Annahme von Aufträgen ohne Angabe von Gründen abzulehnen.
- Nach Eingang des Datenträgers führt der Dienstleister zunächst eine Diagnose/Analyse durch, um die Schäden und die Erfolgsaussichten der Datenrettung zu beurteilen.
- Die Standard-Diagnose ist für den Kunden kostenfrei, unabhängig vom Ergebnis und unabhängig davon, ob eine Datenrettung beauftragt wird – sofern nicht eine Expressanalyse beauftragt wurde (§ 4 Abs. 3) oder der Datenträger vor Einlieferung unsachgemäß bearbeitet wurde (§ 4 Abs. 4).
- Wird eine priorisierte Expressanalyse gewünscht, entstehen dem Kunden hierfür Kosten gemäß der zum Zeitpunkt der Beauftragung gültigen Preisliste. Diese Kosten sind unabhängig vom Analyseergebnis zu tragen.
- Bei Datenträgern, die vor Einlieferung durch den Kunden oder Dritte unsachgemäß geöffnet, gelötet, manipuliert oder auf sonstige Weise verändert wurden, erhebt der Dienstleister aufgrund des erhöhten Diagnoseaufwands und der verminderten Erfolgsaussichten einen pauschalen Aufschlag von 100,00 EUR inkl. MwSt., unabhängig vom weiteren Auftragsverlauf.
- Nach abgeschlossener Diagnose unterbreitet der Dienstleister dem Kunden einen individuellen Kostenvoranschlag. Der Dienstleister ist 4 Wochen ab Übermittlung an diesen gebunden. Der Datenrettungsauftrag kommt erst mit schriftlicher Annahme des Kostenvoranschlags durch den Kunden zustande.
- Entscheidet sich der Kunde gegen den Kostenvoranschlag oder ist eine Datenrettung technisch nicht möglich, entstehen dem Kunden, vorbehaltlich der Absätze 3 und 4, keine weiteren Kosten außer etwaigen Rücksendegebühren (§ 5 Abs. 6).
- Die Vergütung richtet sich nach dem individuellen Angebot bzw. der zum Zeitpunkt der Beauftragung gültigen Preisliste. Alle ausgewiesenen Preise sind Endpreise inkl. gesetzlicher Umsatzsteuer.
- Die Vergütung für die Datenrettungsleistung wird im Erfolgsfall fällig. Als Erfolg gilt die Wiederherstellung eines wesentlichen Teils der vom Kunden als relevant bezeichneten Daten. Teilwiederherstellungen gelten als Erfolg, sofern die wesentlichen, vom Kunden im Auftrag angegebenen Daten wiederhergestellt werden konnten.
- Sondervereinbarung auf Kundenwunsch: Wird auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden eine abweichende Zahlungsmodalität vereinbart – insbesondere die Zahlung vor vollständiger Datenrettung im Tausch gegen die Herausgabe von Zwischenergebnissen (z. B. geklonten Datenträgern, Images oder Teildaten) – so ist diese Sondervereinbarung schriftlich oder per E-Mail zu dokumentieren und ersetzt die Regelung in Absatz 2. Eine solche Zahlung begründet keinen Rückerstattungsanspruch, wenn die weitere Datenrettung durch den Kunden oder Dritte nicht erfolgreich ist.
- Werden für die Datenrettung spezielle Ersatzteile oder externe Werkzeuge benötigt, wird der Kunde darüber mit dem Angebot informiert. Die Materialkosten hat der Kunde unabhängig vom Erfolg der Datenrettung zu tragen, sofern er dem Erwerb vorab zugestimmt hat.
- Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug zu begleichen. Bis zur vollständigen Zahlung behält der Dienstleister ein Zurückbehaltungsrecht an den geretteten Daten und dem Datenträger.
- Für den Rückversand des Datenträgers, sofern keine Datenrettung stattfindet oder der Kunde den Datenträger nicht persönlich abholt, trägt der Kunde die Versandkosten. Der Dienstleister erhebt hierfür eine Versandpauschale gemäß aktueller Preisliste.
- Entscheidet sich der Kunde dazu, geklonte Datenträger, Images oder sonstige Zwischenergebnisse entgegenzunehmen und die Datenwiederherstellung eigenständig oder durch Dritte fortzuführen, so geschieht dies auf ausschließlich eigenes Risiko des Kunden.
- Der Dienstleister weist den Kunden in diesem Fall ausdrücklich und nachweislich (schriftlich oder per E-Mail) darauf hin, welche Daten zum Zeitpunkt der Übergabe bereits wiederhergestellt wurden und welche nicht.
- Der Kunde bestätigt die Kenntnisnahme dieses Hinweises schriftlich oder per E-Mail. Ohne diese Bestätigung erfolgt keine Übergabe.
- Eine Haftung des Dienstleisters für das Scheitern des eigenständigen oder durch Dritte durchgeführten Wiederherstellungsversuchs ist vollständig ausgeschlossen.
- In diesem Fall bleibt ein bereits entstandener Vergütungsanspruch des Dienstleisters für die bis zur Übergabe erbrachten Leistungen in voller Höhe bestehen und begründet keinen Rückerstattungsanspruch des Kunden.
- Der Kunde versichert, dass er berechtigt ist, über die übergebenen Datenträger und die darauf gespeicherten Daten zu verfügen, und dass er der rechtmäßige Eigentümer oder bevollmächtigte Vertreter des Eigentümers ist.
- Der Kunde teilt dem Dienstleister alle relevanten Informationen über den Datenträger, das System, die RAID-Konfiguration und die Art des Schadens vollständig und wahrheitsgemäß mit. Falsche oder unvollständige Angaben, die die Datenrettung erschweren oder unmöglich machen, gehen nicht zu Lasten des Dienstleisters.
- Der Kunde stellt sicher, dass er vor Übergabe des Datenträgers alle erreichbaren und zumutbaren Sicherungskopien der betroffenen Daten erstellt hat.
- Der Kunde stellt dem Dienstleister für die Speicherung der geretteten Daten je nach Datenmenge ein angemessenes Speichermedium zur Verfügung oder erwirbt ein solches zu handelsüblichen Preisen beim Dienstleister.
- Der Kunde sorgt für eine sachgerechte Verpackung des Datenträgers beim Versand. Der Dienstleister haftet nicht für Schäden, die durch unsachgemäße Verpackung entstanden sind.
- Der Kunde verpflichtet sich, seinen vollständigen Namen, seine Anschrift und eine erreichbare E-Mail-Adresse mitzuteilen und Änderungen unverzüglich zu melden.
- Der Dienstleister gibt in keinem Fall eine Erfolgsgarantie für die Datenrettung. Das Risiko des teilweisen oder vollständigen Verlusts von Daten während der Diagnose und aller Datenwiederherstellungsarbeiten trägt der Kunde, es sei denn, der Verlust wurde durch den Dienstleister vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht.
- Für die Diagnose und Bearbeitung kann die Öffnung oder Zerlegung des Datenträgers erforderlich sein. Hierbei können Herstellersiegel zerstört und die Herstellergarantie erlöschen. Der Dienstleister übernimmt für diesen möglichen Verlust keine Haftung.
- Die Gefahr des Verlustes oder der Beschädigung des Datenträgers auf dem Transportweg liegt beim Kunden. Der Dienstleister empfiehlt den Abschluss einer Transportversicherung.
- Eine Haftung des Dienstleisters dafür, dass die Datenrettung nicht oder nur teilweise gelingt, ist ausgeschlossen, da kein Erfolg geschuldet wird (§ 2 Abs. 2).
- Der Dienstleister haftet unbeschränkt bei Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Dienstleisters oder seiner Erfüllungsgehilfen beruhen sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
- Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Dienstleister nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht) und nur in Höhe des vorhersehbaren, vertragstypischen Schadens.
- Die Haftung für den Verlust oder die Beschädigung von Daten ist ausgeschlossen, soweit der Schaden dadurch entstanden ist, dass der Kunde keine oder keine ordnungsgemäße Datensicherung durchgeführt hat oder dass der Datenträger bereits vor Einlieferung beschädigt war.
- Eine Haftung für entgangenen Gewinn, Folgeschäden, mittelbare Schäden oder Schäden aus dem Verlust von Daten über den in Absatz 2 genannten Umfang hinaus ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
- Die maximale Haftung des Dienstleisters ist in jedem Fall auf die vom Kunden für die konkrete Dienstleistung tatsächlich gezahlte Vergütung begrenzt.
- Die Datenrettung ist ein komplexer und zeitintensiver Prozess, der je nach Schadensumfang mehrere Tage bis mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann. Verbindliche Terminzusagen sind aus diesem Grund grundsätzlich nicht möglich.
- Wird eine Expressbearbeitung ausdrücklich vereinbart und beauftragt, gelten die im Angebot gesondert ausgewiesenen Konditionen.
- Verzögerungen, die auf technischen Schwierigkeiten, unvorhergesehenen Schäden am Datenträger oder auf Umständen außerhalb des Einflussbereichs des Dienstleisters beruhen, begründen keinen Schadensersatzanspruch.
- Nach Abschluss der Datenrettung und vollständiger Bezahlung werden dem Kunden die geretteten Daten sowie der Originaldatenträger (sofern nicht Vernichtung vereinbart) zurückgegeben.
- Datenträger des Kunden werden nach Abschluss des Auftrags für 30 Kalendertage aufbewahrt. Der Kunde erhält vor Ablauf der Frist eine Erinnerung per E-Mail. Nach Ablauf der Frist ist der Dienstleister berechtigt, die Datenträger fachgerecht zu vernichten oder zu entsorgen.
- Auf geretteten Daten gespeicherte Kopien werden nach Übergabe an den Kunden und Ablauf der Aufbewahrungsfrist unwiderruflich gelöscht.
- Der Kunde hat aufgrund der Natur der Datenrettungsarbeiten keinen Anspruch auf Wiederherstellung des Originalzustands des Datenträgers.
- Möchte der Kunde den Datenträger nach einer nicht erfolgreichen oder nicht beauftragten Datenrettung zurückerhalten, hat er diesen innerhalb von 4 Wochen nach Analyse abzuholen oder schriftlich den Rückversand zu beauftragen (kostenpflichtig gemäß § 5 Abs. 6). Nach 8 Wochen ohne Rückmeldung ist der Dienstleister zur Vernichtung berechtigt.
- Der Dienstleister behandelt alle Kundendaten und -informationen streng vertraulich und ausschließlich zum Zweck der Vertragserfüllung. Der Dienstleister verpflichtet sich zur Verschwiegenheit über alle im Rahmen der Tätigkeit bekannt gewordenen Umstände.
- Daten auf den Speichermedien des Kunden werden ausschließlich im Rahmen der beauftragten Datenrettung verarbeitet und nicht an Dritte weitergegeben, sofern keine gesetzliche Verpflichtung hierzu besteht.
- Der Dienstleister verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden ausschließlich zur Vertragserfüllung und im Einklang mit der DSGVO (EU) 2016/679 sowie dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG).
- Rechtsgrundlage der Verarbeitung ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung). Weitere Informationen zur Datenverarbeitung finden sich in der Datenschutzerklärung des Dienstleisters auf der Website.
- Gerettete Daten auf internen Systemen des Dienstleisters werden nach Auftragsabschluss und Übergabe an den Kunden für bis zu 7 Tage aufbewahrt und danach unwiderruflich gelöscht, sofern keine abweichende Vereinbarung getroffen wurde.
- Verbraucher haben bei Fernabsatzverträgen grundsätzlich ein 14-tägiges Widerrufsrecht gemäß §§ 355 ff. BGB.
- Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn der Dienstleister die Leistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung erst begonnen hat, nachdem der Verbraucher dazu seine ausdrückliche Zustimmung gegeben und gleichzeitig seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch den Unternehmer verliert (§ 356 Abs. 4 BGB).
- Mit Auftragserteilung und Übergabe des Datenträgers erklärt der Verbraucher ausdrücklich, dass der Dienstleister unverzüglich mit der Diagnose beginnen soll, und nimmt zur Kenntnis, dass er sein Widerrufsrecht mit vollständiger Erbringung der Dienstleistung verliert.
- Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Bei Verbrauchern bleibt der Schutz durch zwingende Vorschriften des Heimatstaates unberührt.
- Erfüllungsort ist der Sitz des Dienstleisters in Berlin.
- Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB ist Berlin, sofern der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist. Für Verbraucher gilt der gesetzliche Gerichtsstand.
- Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, so berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Die unwirksame Bestimmung gilt als durch eine wirksame Regelung ersetzt, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt (salvatorische Klausel).
- Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Aufhebung des Textformerfordernisses selbst.
§ 1 Geltungsbereich
§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsumfang
§ 3 Vertragsschluss
§ 4 Diagnose und Kostenvoranschlag
§ 5 Vergütung und Zahlungsbedingungen
§ 6 Eigenständige Bearbeitung durch den Kunden oder Dritte
§ 7 Mitwirkungspflichten des Kunden
§ 8 Gefahrtragung und möglicher Verlust der Herstellergarantie
§ 9 Haftungsbeschränkung
§ 10 Fristen und Terminplanung
§ 11 Rückgabe und Aufbewahrung von Datenträgern
§ 12 Vertraulichkeit und Datenschutz (DSGVO)
§ 13 Widerrufsrecht (nur für Verbraucher)
§ 14 Schlussbestimmungen
Impressum gem. TDG
X Datenrettung
Danzigerstr. 78A, 10405 Berlin
St.-Nr.: 32/212/61454
Tel: 030 440 82 42
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